
Für Männer und Väter
Herausfinden, wie Du Mann sein willst, ohne Dich dabei zu verlieren.

Mann sein heute
Was einen Mann heute ausmacht, ist offener als je zuvor. Alte Bilder tragen nicht mehr, neue sind noch nicht fertig. Das ist eine Chance. Es kann aber auch verunsichern: als Partner, als Vater, im Beruf, im Umgang mit der eigenen Kraft. In diesem Angebot erkunden wir diese Rollen über den Körper. Du lernst wahrzunehmen, was sie in Dir auslösen, und zu sehen, wo Du Dich darin verlierst.
Warum mir dieses Thema wichtig ist.
Ich bin selbst spät Vater geworden. Ich weiß, wie sehr dieser Abschnitt alles verschiebt: Schlaf, Beziehung, Arbeit und das eigene Bild davon, wer man ist. Ich habe keine Antworten für Dich, aber einen Raum, in dem Du Deine findest.
Ohne fertiges Bild vom Mannsein.
Ich habe keine feste Vorstellung davon, wie ein Mann heute sein sollte. Und ich will Dir auch keine vorgeben. Mich interessiert, was Du Dir wünschst: welche Ideen Du vom Mannsein hast, was Du übernehmen willst und was nicht. Es macht Sinn, dass Du selbst auch offen bist, was Dein Körper Dir zeigt. Ich freue mich darauf, Männer kennenzulernen, die mir ihre eigenen Antworten zeigen. Der Körper hilft dabei, zu unterscheiden, was wirklich Deins ist und was nur gelernt.
Was wir erkunden.
- Innere Navigation: spüren, wohin Du willst, statt nur Erwartungen zu erfüllen.
- Liebe: Nähe zulassen, ohne Dich darin aufzulösen.
- Kraft: die eigene Stärke wahrnehmen und bewusst einsetzen.
- Gewalt: Oft erleben wir Gewalt innerlich, gegen uns selbst gerichtet und indirekt gegen andere. In belastenden Erfahrungen steckt häufig ein zurückgehaltener Impuls, sich zu wehren. Wir lernen, dieses Potenzial zu integrieren, statt es zu unterdrücken.
- Innere Unabhängigkeit: bei Dir bleiben, auch wenn andere etwas von Dir wollen.
- Differenzierung: Der Paartherapeut David Schnarch beschreibt damit die Fähigkeit, in einer Beziehung verbunden zu bleiben und zugleich ein eigenständiges Selbst zu bewahren. Wir üben das dort, wo es sich zuerst zeigt: im Körper.
Warum der Körper?
Meine Arbeit steht in einer Reihe mit Gedanken, die heute viele Menschen bewegen. Der Arzt Gabor Maté beschreibt, wie wir als Kinder oft Bindung über Echtheit stellen und später den Preis dafür zahlen, mit Anpassung und Erschöpfung. Der Psychiater Bessel van der Kolk hat gezeigt, dass belastende Erfahrungen nicht nur im Gedächtnis bleiben, sondern sich im Körper fortsetzen. Und Peter Levine, Begründer des Somatic Experiencing, beschreibt, wie unvollendete Abwehrbewegungen, das Kämpfen oder Fliehen, das nicht sein durfte, im Körper weiterwirken.
Für Männer ist das besonders relevant. Viele haben gelernt, Gefühle zu kontrollieren und Kraft zu zügeln, oft ohne zu wissen, wohin damit. Über den Körper wird spürbar, was im Kopf längst verstanden ist, und kann sich verändern.
So läuft es ab.
- Kennenlernen: 15 Minuten, kostenfrei. Termin per Mail an adrian@beingabody.com.
- Erste Sitzungen: Wir klären, worum es Dir geht, und legen ein Ziel fest.
- Lernprozess: Sitzungen à 75 Minuten in meiner Praxis in Prenzlauer Berg. Online-Sitzungen sind nach mindestens fünf Sitzungen vor Ort möglich.
Zum Weiterlesen.
- Gabor Maté: „Wenn der Körper nein sagt“, über den Zusammenhang von Anpassung, unterdrückten Gefühlen und Stress
- Gabor Maté: „Vom Mythos des Normalen“, über Bindung und Echtheit in einer überfordernden Kultur
- Bessel van der Kolk: „Verkörperter Schrecken“, darüber, wie belastende Erfahrungen im Körper weiterwirken
- Peter Levine: „Sprache ohne Worte“, über unvollendete Abwehrbewegungen und den Weg zurück in den Körper
- David Schnarch: „Die Psychologie sexueller Leidenschaft“, über Differenzierung in langen Beziehungen
Die Autoren sind als Einordnung genannt, nicht als Methode, die ich anbiete.